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Die ersten Wochen (Teil 2)

 

Jonas (Student): "Marcus kommst du nachher mit? Wir gehen feiern!" 

Ich: "Zu diesem 1 SHOT für 1 RAND Ding?"

Jonas: "Ja man, das wird geil"

Aus dem Hintergrund gröhlen Schlachtrufe: "SCHICHTWECHSEL" "DAT IS SO"

Jonas: "WEG DAMIT"

Jemand antwortet: "BANGER" 

An die Schlachtrufe gewöhnt man sich sehr schnell und auch an das häufige weggehen. Mir würde es vielleich mal gut tun meine Erkältung auszukurieren. Aber trotzdem reizt es einen am kapstädter Nachtleben teilzuhaben. Hier kann ziemlich gut weggehen, auch unter der Woche. Dieses mal lockte uns das "Concept" mit seinem MIttwochsspecial "1 SHOT = 1 RAND", für Studenten freier Eintritt. 1 RAND!!!! Das sind gerade mal 7 Cent! Wir bestellten 2 Cabs/Taxis für 14 Leute und los gehts. Vor dem "Concept" angekommen, stehen wir überrascht vor verschlossener Tür. Egal. Dann suchen wir uns eben was anderes, wir sind ja direkt an der Long Street. Hier gehen wir ins Sgt. Pepper, trinken einige typische südafrikanische "Springboks" (Shooter mit Minzlikör und Amarula oder Bailey´s), Cocktails und spielen Kicker. Eine Stunde später gehen wir nochmal zum "Concep", diesmal mit Erfolg. Da quasi jeder seinen Studentenausweis nicht dabei hat, müssten wir 40 Rand Eintritt zahlen, schaffen es aber am Einlass es auf 20 Rand runterzuhandeln. Als wir drin waren, ging es gleich an die Theke, an der verständlicherweise eine Menge los war. Na ja und den rest kann man sich ja denken, es wurde einiges getrunken und viel getanzt. Der Abend hat wie viele anderen Abende viel Spaß gemacht. Ich war ganz zufrieden, dass ich es geschafft habe um 1 Uhr wieder im student house gewesen zu sein. Am nächsten Tag musste ich zwar wieder früh raus - ich arbeite übrigens jetzt in einer Primary School in Woodlands (drum herum Townships)- und hatte auch einen kleinen Kater, aber ansonsten war alles in Ordnung hehe...

Inzwischen war ich übrigens auch auf dem über 1000m hohem Tafelberg. Der Aufstieg hat etwas weniger als 2 Stunden gedauert und war ein Mix aus Schweißausbrüchen in der prallen Sonne und kleinen Fröstelanfällen im Schatten des Berges und kühlem Wind. Gelohnt hat es sich alle mal. Die Aussicht war nochmal um einiges besser als vom Lions Head (680 m). Ich meine sogar weit am Horrizont einige Eisschollen ausgemacht zu haben (Antarktis?) Oben angekommen haben wir im Bergrestaurant/Café kurz was gegessen und sind dann auch schon wieder mit der Seilbahn runter. Man hätte auch mit der Seilbahn hochfahren können, aber war halt cooler so...

Berichten kann ich euch noch von der Weekend Safari die ich hatte.  Das ganze startete Freitag gegen 10 Uhr. Wir fuhren aus Kapstadt raus und weiter entlang der Küste. Am Anfang war das Wetter regnerisch, wurde aber wirklich von Tag zu Tag besser. Die Landschaft war natürlich ein Traum: rote Felsen, grüne Büsche/Bäume, das blaue Wasser und die Sonne. Unser erster längerer Stop war Hermanus, ein sehr gepflegter, touristischer kleiner Ort, der bekannt für Walsichtungen ist. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, ehe wir die ersten Wale gesehen haben.Sie waren zwar immer noch weit entfernt, aber trotzdem gelangen uns ein paar gute Bilder In dem Restaurant in dem wir zwischendurch gegessen haben, wurden wir übrigens von dem Kellner SIMBA bedingt. Jetzt bin ich wirklich in Afrika angekommen ;-) Die Tour ging dann weiter bis zum Cape Agulhas, dem wirklich südlichste Punkt von ganz Afrika (nicht das Kap der Guten Hoffnung). 

Anschließend fuhren wir zu einem Bed & Breakfast Hostel und das war richtig richtig richtig richtig gut. Abends saßen wir mega chillext auf gemütlichen Sofas, beobachteten den Wirt wie er über Feuer das Abendessen ("Braai"= typrisch südafrikanisches Grillen) zubereitete, tranken Tee /Bier/Springboks und lautschten der perfekt ausgewählten Musik. Das Braai bestand aus Hühnchen- Lamm- und Rindfleisch und war echt lecker. Nach dem Essen gingen wir noch zum Strand spazieren (übrigens krasser Sternenhimmel). Am Samstag ging die Tour weiter. Wir sahen Pinguine in freier Wildbahn, krabbelten in eine Grotte (bei Flut unter Wasser) und kamen schließlich bei unserer Unterkunft, der Garden Route Game Lodge, an. Eine sehr nobles Hotel mit luxeriösen Unterkünften, tollem Ausblick, Pool und einem unglaublich guten Buffet. Dort gab es so viel zu Essen, dass ich gar nicht wusste wo ich anfangen sollte. Trotzdem versuchte ich von allem zu probieren. Hier probierte ich von Antilopen-, Straußen- und Ochsenfleisch und anderen Spezialitäten. Unsere richtige Safari war allerdings bereits einige Stunden vorher. Die Safari beschränkte sich allerdings auf ein eingezäuntes game reserve. Wir sahen fast alle "big fives" (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe), bis auf den Gepard. Der "cheetah" (nicht zu verwechseln im "cheater" ^^) trug zwar ein GPS-Sender mit sich, jedoch bringt auch das nichts wenn er sich hinter Büschen versteckt. Am Sonntag sind wir dann zurück nach Cape Town und haben nur noch an kleinen Punkten halt gemacht (Straußenfarm, Aussichtspunkte).

Insgesamt hat mir die 3-Tagestour sehr gut gefallen. Das B&B fand ich vom Ambiente her echt sehr chilig, besser sogar als das Hotel, trotz unglaublich großem Buffet. Am liebsten wäre ich nach den 3 Tagen noch weitergereist.

So und nun noch die letzte Info: Ich war sky diving (Fallschirmspringen)!!!! Es war einfach der Hammer! Kann ich nur jeden empfehlen der schon mal über sowas nachgedachte hat! Wir saßen in einer kleinen Propellermaschine, gingen höher und höher... und schließlich in 3000 m Höhe, ging es los. Man ging das tief runter....die ersten paar Sekunden... woar. Unbeschreiblich.

Das ist übrigens mein Zimmer:

 

 

2.9.14 22:55

Letzte Einträge: Surfen, Signal Hill und Cheetahs

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ari (3.9.14 21:02)
Boah Marcus..ich freue mich diese berichte zu lesen..und ein wenig neid is auch dabei..ich hoffe du erlebst noch ganz viel und berichtest weiter darüber..
Also viel Spaß beim weiteren erkunden..


Jasmin (6.9.14 16:38)
Mannoman, das wird ja immer besser... Skydiving, das du dich sowas traust!


xxx (14.10.14 23:39)
Traum

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